Wechsel an die Oberschule zum Schuljahr 2013/14

Online gestellt von admin_un am 13. November, 2012

Jetzt geht es wieder los: Familien überlegen, wohin es nach der Grundschule gehen soll, und die Berliner Oberschulen laden zu Info-Veranstaltungen und Tagen der offenen Tür ein, damit sich die zukünftigen Siebt- bzw. Fünftklässler ein Bild über infrage kommende Oberschulen machen können.

Wohin nach der Grundschule?

Soll es eine Sekundarschule sein, ein Gymnasium oder vielleicht auch ein grundständiges Gymnasium, das bereits mit der fünften Klassenstufe beginnt? Gleichgültig, wie Eltern und Kinder entscheiden, grundsätzlich gilt: Über alle Schulformen kann theoretisch jeder Schulabschluss erworben werden: Berufsbildungsreife (BB), erweiterte Berufsbildungsreife (eBB), Mittlerer Schulabschluss (MSA) sowie das Abitur nach 12 (Gymnasium) bzw. 13 Jahren (Sekundarschule). Um auf einer Sekundarschule Abitur machen zu können ist allerdings bei vielen Schulen im Anschluss an die 10. Klasse ein weiterer Schulwechsel erforderlich, oft auf ein Oberstufenzentrum (OSZ). Hier gibt es gymnasiale Oberstufen, die Möglichkeit das Fachabitur zu absolvieren oder gleich Berufsausbildung und Abitur zu kombinieren.

Von ihren Grundschulen erhalten die Kinder mit dem Halbjahreszeugnis der sechsten Klasse eine Förderprognose für die Sekundarschule oder das Gymnasium. Diese ist als Empfehlung der Schule zu verstehen und nicht bindend. Die Entscheidung liegt hier bei den Eltern, sollte aber wohlüberlegt sein, um den zukünftigen Oberschüler am Ende nicht zu überfordern. Die Anmeldung an den Oberschulen erfolgt im Februar 2013.

Genauere Erläuterungen zu Bildungsgängen und Förderprognose sowie deren Berechnung finden sich auf der Webseite der Bildungsverwaltung unter www.berlin.de

Zu wenig Plätze an besonders beliebten Oberschulen

Nicht bei den Eltern liegt die Entscheidung, wo das Kind letztlich  angenommen wird, weshalb genau abzuwägen ist, welche Schule jeweils als Erst-, Zweit- und Drittwunsch angegeben wird. Denn in einigen besonders beliebten Schulen gibt es immer wieder deutlich mehr Bewerber als Schulplätze. Ist das der Fall zählt ist an vielen dieser Schulen der Notendurchschnitt der Förderprognose maßgeblich. Bis zu 10 Prozent der vorhandenen Schulplätze sind für besondere Härtefälle vorgesehen, mindestens 60 Prozent der Schulplätze werden nach Aufnahmekriterien vergeben, die von der Schule unter Berücksichtigung des Schulprogramms festgelegt werden, und weitere 30 Prozent der Schulplätze werden durch Los vergeben. Die Entfernung zur Schule spielt keine Rolle mehr und auch die Bevorzugung von Geschwisterkindern wurde im Zuge der Schulstrukturreform abgeschafft.

Erfahrungen der vergangenen Jahre

Der Zulauf zu den Sekundarschulen ist laut Senatsverwaltung in den vergangenen drei Jahren leicht angestiegen, von 55 Prozent im Jahr 2010 auf 58 Prozent im Jahr 2012, der Zulauf zu den Gymnasien sank im gleichen Zeitraum von 45 auf 42 Prozent der Schulanmeldungen. Insgesamt erfreulich: Die meisten Schüler erhielten Plätze an ihren Wunschschulen.

Bezogen auf den jeweiligen Gesamtbezirk waren für die jetzigen siebten Klassen Gymnasialplätze nur in Friedrichshain-Kreuzberg übernachgefragt; bei den Sekundarschulplätzen betraf es die Bezirke Treptow-Köpenick und Tempelhof-Schöneberg.

Bezogen auf die Sekundarschulen zeigt sich, dass insbesondere diejenigen Schulen stark übernachgefragt sind, die eine eigene gymnasiale Oberstufe an Bord haben. Aus verschiedenen Elterngremien wird deshalb der Wunsch nach einer entsprechenden Ausweitung der Oberstufenplätze laut.

Größere Schwierigkeiten tauchten in Problemkiezen auf – hier machten Eltern weiterhin einen großen Bogen um die Brennpunktschulen. Hiervon betroffen waren nicht nur Sekundarschulen, sondern auch einige Gymnasien. In der Folge erhielten in diesen Wohnquartieren bis zu 20 Prozent der Kinder keinen Platz an einer ihrer Wunschschulen, sondern bekamen stattdessen Plätze an Schulen zugewiesen, die es seit Jahren nicht schaffen, eine gut durchmischte Schülerschaft in ihren Klassen zu versammeln.

Quellen: Tagesspiegel   www.berlin.de   berlin-familie.de
 

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One Response to “Wechsel an die Oberschule zum Schuljahr 2013/14”

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